Das Pokern mit Aktien

Das wohl bekannteste aller Wertpapiere ist die Aktie. So mancher wurde durch sie reich und noch viel mehr Anleger verloren alles. Doch was ist die richtige Aktienstrategie? Mit der richtigen Antwort auf diese Frage liesse sich wohl mehr Geld verdienen als mit Aktien selbst, denn nebst zahlreichen bekannten Strategien bleibt das hohe Risiko, wenn in Aktien investiert wird.

Die wohl Nützlichste aller Grundstrategien habe ich jedoch in diesem Blog schon ein paar Mal erwähnt. Das Stichwort ist Diversifikation. Diversifikation schütz vor enormen einbussen, schmälert jedoch den Gewinn. Jedoch heisst die einzige Strategie, wenn nicht alles Geld auf einmal verloren werden will: „Setze nie alle Eier in den selben Korb!“

Im laufe der Börsengeschichte haben sich jedoch einige Strategien immigriert, von denen ich ein paar erläutern möchte.

Fundamentalanalyse

Bei der Fundamentalanalyse ist die Strategie, den wahren Wert eines Unternehmens zu evaluieren. Da durch Börsenspekulation die Werte von Aktien einzelner Unternehmen über- und unterbewertet werden können, reflektiert der Kurs einer jeweiligen Aktie nicht den realen Wert der eigentlichen Firma. Um den wahren Wert einer Firma zu ermitteln, sind jedoch zahlreiche Analysen notwendig. Und auch hier gibt es dafür nicht ein Schema welches angewandt werden kann, sonder lediglich Wegweiser, denen man folgen kann. Hat man jedoch den Wert der Firma ermittelt, kann dieser mit dem aktuellen Börsenkurs verglichen werden. Liegt der Wert einer Aktie nun unter dem Börsenwert ist diese Aktie unterbewertet und eine Investition hat gute Chance zu rentieren. Ist die Aktie jedoch überbewertet, sollte die Investition in diese Aktien genau bedacht werden. Es ist grundsätzlich jedoch nicht falsch, in eine überbewertete Aktie zu investieren, denn auch diese können ihren Kurswert weiterhin steigern.

Value Strategie
Bei der Value Strategie setzt der Investor vor allem auf unterbewertete Unternehmen mit Substanz. Solche Unternehmen haben sich bereits am Markt etabliert und in der Vergangenheit solide Gewinne erwirtschaftet. Somit werden für diese Art der Analyse historische Werte einbezogen.

Growth Strategie
Die Growth Strategie konzentriert sich auf Unternehmen, welche über gute Erfolgsausichten verfügen. Meist handelt es sich dabei um ein Startup Unternehmen welche aktuelle Trends anbieten. Solche Strategien konnten in der Vergangenheit gut Gewinne erwirtschaftet. Als die Ölreserven beispielsweise knapp wurden und die Nachfrage nach alternativer Energie grösser wurde, konnte viel Geld verdient werden, indem in Aktien von Solartechnik-Firmen investiert wurde. Die Kehrseit der Medaille ist jedoch, dass so Blasen entstehen können. Denn ein Trend kann auch eine ganze Branche sein. So kam es, dass um die Jahrtausend wende in IT-Unternehmen investiert wurde, ohne deren Hintergrund zu kennen. Die Folge, als diese Blase platzte, war dementsprechend gravierend.

Exkurs: Eine weitere Grundregel besagt: „Investiere nie in etwas, dass du nicht kennst.“

Fazit
Wer in Aktien investiert, muss sich bewusst sein, dass er in einen höchst spekulativen Markt eintritt. Zum Beispiel haben die wenigsten aktiv gemanagten Fonds höhere Performance als der Index. Ein privater Anleger sollte sich somit vor Augen halten, wie gut er in der Lage ist zu performen, wenn selbst ein Profi im Durchschnitt nicht besser performt als der Index. Mein Tipp für private Anleger ist deshalb in ETFs – welche den Index möglichst exakt versuchen abzubilden – oder Fonds zu investieren.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.