Fonds: die Tür zu speziellen Märkten

In diesem Blog habe ich schon vermehrt über Anlagefonds geschrieben. Doch was sind Fonds überhaupt und welche Vor- und Nachteile bringen sie mit?

Die klassischen Fonds sind die aktiv verwaltet. Diese Fonds sind nichts anderes als ein Sammelbecken für Wertschriften wie Obligationen, Aktien, Rohstoffe, Geld und vieles mehr (siehe Kapitel „Assetklassen“).

Aktiv verwaltete Fonds bedeutet, dass hinter jedem dieser Sammelbecken ein Fondsmanager sitzt, welcher sich um dessen Inhalt kümmert. Das heisst, ein Fondsmanager schaut, welche Anteile im Fonds gut laufen und welche Wertschriften an Wert verlieren. Durch geschickte Titelauswahl – dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren – kann so eine Überrendite erzielt werden, weil sich nur gerade diese Wertschriften im Sammelbecken befinden, welche rentieren. Somit kommen Fondskäufer in den Genuss einer professionellen Vermögensverwaltung.

Durch die Sammlung verschiedener Titel in einem Fonds erfolgt eine Risikostreuung oder Diversifikation. Genauer bedeutet dies, wenn ein Fonds beispielsweise Aktien und Obligationen beinhaltet, können Obligationen mit einer guten Performance, schlecht laufende Aktien kompensieren oder gar eine Mehrrendite erwirtschaften. Fondsanbieter klassifizieren oft das Risiko eines Fonds im Factsheet mit einer eigenen Bewertungsskala. Dabei gilt wieder je mehr Risiko, desto mehr Verlust oder Gewinn.

Das Investieren in Fonds bietet Privatinvestoren einen einfachen Zugang zur Börse. Fonds ermöglichen privaten Investoren mit verhältnismässig kleinen Beträgen in Wertschriften zu investieren. Somit haben kleine Anleger die gleichen Chancen wie die Grossen.

Der grösste Nachteil von aktiv verwalteten Fonds sind die anfallenden Gebühren. Bei jedem aktiven Fonds gibt es Verwaltungsgebühren zulasten des Investors. Diese können je nach Fonds mehrere Prozent betragen. Ausserdem kommen Kauf-, Verkaufs – und Depotgebühren der Banken hinzu. Das Total aus diesen Gebühren (Total Expense Ratio, TER) kann somit weit über zwei Prozent pro Jahr sein. Investoren sollten sich diese Gebühren stets vor Augen halten, denn bei mehr als zwei Prozent Gebühren, muss der Fonds erst um diese Prozentzahl ansteigen, bevor man etwas verdient. Darum weisen nur die wenigsten Fonds eine positive Performance aus, und die wenigsten Fondsmanager sind besser als der entsprechende Referenzindex.

Aus diesem Grund wurden passsiv verwaltete Fonds wie Exchange Traded Funds in den letzten Jahren immer beliebter.

(Fotsetzung folgt: Indexfonds und ETF)

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.