Strukturierte Produkte

Strukturierte Produkte werden von Verkäufern mit vielen Vorteilen angepriesen. Sie werben damit, dass strukturierte Produkte den Zugang zu speziellen Märkten ermöglichen und eine individuelle Lösung bieten.

Diese Argumente sind zwar nicht falsch, jedoch sind diese Produkte nicht die Einzigen, die solche Eigenschaften besitzen, denn auch Anlagefonds bieten diese Möglichkeiten. Darüber hinaus sind strukturierte Produkte sehr kompliziert und selten transparent. Für Anleger ist es sehr schwer diese Produkte zu verstehen, selbst wenn alle zur Verfügung stehenden Informationen sorgfältig durchgelesen werden. Die versteckten kosten sind je nach Produkt so hoch, dass sie als „Abzockerinstrumente“ für Banken gehalten werden können. Strukturierte Produkte können selbst für professionelle Investoren nicht zu verstehen sein und darum sollten private Anleger prinzipiell die Finger von solchen Produkten lassen. Zur Unterstreichung dieser Aussage ist an dieser Stelle erwähnenswert, dass in Norwegen solche Produkte seit 2008 verboten worden sind.

Fazit
Finger weg von strukturierten Produkten! Falls sie als privater Anleger doch das Risiko eingehen und in solche investieren wollen, sorgen sie dafür, dass sie ihr Produkt genau verstehen und sie sich nach allen möglichen Kosten informieren.

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Und noch mehr zu Obligationen

Schwellenländer Obligationen

Das Spezielle an Schwellenländer-Obligationen ist, dass diese aus Staatsobligationen von Länder wie: Brasilien, Mexico, Asien, usw. bestehen. Die Zinsen solcher Obligationen sind meist höher, da in Schwellenländer die politische und wirtschaftliche Situation noch nicht stabil ist. Obligationen dieser Art sind für Laien nicht empfehlenswert, da sie wie die Hochzinsobligationen (High Yield Bonds) spezielles Know-How voraussetzen.

Inflationsgeschützte Obligationen

Die inflationsgeschützte Obligation verlieren im Falle einer steigenden Inflation nicht an Wert, denn sie ist bereinigt. Das bedeutet, dass diese Obligationen nicht der Teuerung unterliegen. Dies bietet höhere Sicherheit für den Anleger. Jedoch ist die Verzinsung bei solchen Obligationen tiefer. Wer jedoch sicher gehen will, dass die Teuerung nicht den Zins ganz auffressen kann, setzt auf diese Art von Obligation.

Wandelobligationen

Die Wandelobligation ist wie es ihr Name schon sagt wandelbar. Diese Obligation ist mit einer Option ausgestattet, welche erlaubt Obligationen, während einer bestimmten Zeit und zu einem bestimmten Preis, in Aktien des Unternehmens zu verwandeln. Diese Art von Obligation ist sehr flexibel. Denn solange die Aktien eines Unternehmens keine Tendenz zur Steigerung haben, kann vom Zins der Obligation profitiert werden. Wird aber eine Wertsteigerung der Aktie erwartet, können diese Obligationen in Aktien umgetauscht werden und es kann vom Aktienkurs profitiert werden.

Fazit

Obligationen gelten in der Regel als sicherer als Aktien. Dennoch sollte man vorsichtig mit seiner Investition sein und sein Produkt genau anschauen. Hohe Zinsen können zwar verlockend wirken, müssen aber nicht zu einer hohen Rendite verhelfen.

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Exchange-Traded Funds sind der Markt

Exchange-Traded Funds (ETF) sind Indexfonds, mit dem grossen Unterschied, dass diese an der Börse gehandelt werden und somit direkt dem Markt unterliegen. Das primäre Ziel von ETFs ist nicht eine Mehrrendite zu erzielen, sondern den ihm zugrunde liegenden Index möglichst genau abzubilden. Mit anderen Worten, falls der Referenzindex um 5% steigt, steigt auch der dazugehörige ETF um 5%. Der Fonds geht also die Schwankungen des zugrunde liegenden Index mit. Eine weitere wichtige Eigenschaft von ETFs sind die tiefen Verwaltungsgebühren. Da sich diese Art von Fonds nach dem Index richten, brauchen sie kein aktives Management. Es handelt sich also um passive Fonds.

Da ETFs transparent und günstig sind, stieg ihre Beliebtheit in den letzen Jahren stark. Alleine in diesem Jahr stieg die Anzahl der in der Schweiz gelisteten ETF auf 368, was dem Doppelten des Vorjahres entspricht.

Mittlerweile sind zahlreiche Variationen von ETFs auf dem Markt. Sie unterscheiden sich vor allem in der Anlagestrategie. So hat der Anleger die Wahl zwischen Short und Long, Thesaurierend oder Ausschüttend, Replizierend oder Synthetisch. – Siehe Anlagefonds Blog: ETF Grundlagen – Die Anzahl der Produkte und deren Komplexität steigen fast täglich und der Eine oder Andere befürchtet bereits, dass sich durch die steigende Anzahl Produkte, die Transparenz verschwindet. Ein Beispiel für innovative ETFs liefert die Credit Suisse, die am 26. August mit einem neuen ETF an die Schweizer Börse (SIX) ging. Dieser ETF ist Swap-basiert und funktioniert wie jeder andere ETF, jedoch wird die Differenz des Swaps täglich ausgeglichen.

Nebst den kleinen Unterschieden bei ETFs gibt es auch noch Exchange-Traded Structured Funds (ETSF), welche die Eigenschaften von Indexfonds mit strukturierten Produkten verbinden. Was strukturierte Produkte sind wird später in diesem Blog beschrieben. Für private Anleger bieten ETFs optimale Voraussetzungen, denn sie sind leicht zu verstehen, ihr Wandel ist gut nachvollziehbar und es fallen keine hohen Verwaltungskosten an.

Dennoch sollte sich der Investierende mit dieser Art von Fonds auseinander setzen und das Factsheet genau lesen. – Siehe Blog: ETF Grundlagen, Das Factsheet – Denn auch bei ETFs gilt; „Kaufe nur das, was du verstehst!“

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Erfolgsprämien auch bei Verlusten

Die Grenzen zwischen Anlagefonds und Hedge-Funds verwischen zusehends. Dies hat den Fondsanlegern nicht nur neuartige Produktkategorien wie Absolute-Return-Fonds beschert, sondern auch ungewohnte Gebührenstrukturen. In der Hedge-Funds-Branche sind nämlich Performance-Fees, also erfolgsabhängige, zusätzliche Gebühren, üblich hier heisst das klassische Muster «2 + 20», zu einer Managementgebühr von 2% kommt also eine Performance-Fee von 20% hinzu.

Auch traditionelle Anlagefonds lassen sich ihre Dienstleistungen zunehmend mit Erfolgsprämien vergüten. Laut einer Studie der Research-Gesellschaft Lipper setzen in Grossbritannien mittlerweile 81 Anlagefonds eine solche ein, 2007 waren es erst 34. Zwei Drittel dieser Fonds können selbst dann eine Erfolgsprämie verlangen, wenn sie im Minus liegen. Dafür müssen sie ihren Vergleichsindex schlagen. Der Fondsmanager muss also im jeweiligen Jahr besser gewesen sein als der Markt; ob er das Kapital insgesamt vermehrt hat, ist zweitrangig.

Die zusätzlichen Gebühren bei traditionellen Anlagefonds sind kein gutes Signal für Anleger, wie eine im August veröffentlichte Studie der Fonds-Research-Gesellschaft Morningstar zeigt. Laut dieser sind die Gebühren von Fonds einer der absolut wichtigsten Faktoren für die Rendite. Morningstar untersuchte die Performance von US-amerikanischen Fonds verschiedener Anlageklassen und teilte diese nach der Höhe der verlangten Kosten in fünf Kategorien auf.

Sowohl bei inländischen und ausländischen Aktien als auch bei Misch- und Anleihen-Portfolios war das Ergebnis dasselbe: Die Fonds der Kategorie mit den günstigsten Gebühren hatten am Ende bei der Performance in allen Jahren die Nase vorn. Bei den Fonds im Bereich «Aktien Inland» erzielten die Produkte in der günstigsten Kategorie im Jahr 2005 laut Morningstar eine Rendite von 3,35%, die in der teuersten nur 2,02%. Bei teuren Fonds besteht laut der Studie auch eine höhere Gefahr, dass die Produkte liquidiert werden.

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Fonds: die Tür zu speziellen Märkten

In diesem Blog habe ich schon vermehrt über Anlagefonds geschrieben. Doch was sind Fonds überhaupt und welche Vor- und Nachteile bringen sie mit?

Die klassischen Fonds sind die aktiv verwaltet. Diese Fonds sind nichts anderes als ein Sammelbecken für Wertschriften wie Obligationen, Aktien, Rohstoffe, Geld und vieles mehr (siehe Kapitel „Assetklassen“).

Aktiv verwaltete Fonds bedeutet, dass hinter jedem dieser Sammelbecken ein Fondsmanager sitzt, welcher sich um dessen Inhalt kümmert. Das heisst, ein Fondsmanager schaut, welche Anteile im Fonds gut laufen und welche Wertschriften an Wert verlieren. Durch geschickte Titelauswahl – dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren – kann so eine Überrendite erzielt werden, weil sich nur gerade diese Wertschriften im Sammelbecken befinden, welche rentieren. Somit kommen Fondskäufer in den Genuss einer professionellen Vermögensverwaltung.

Durch die Sammlung verschiedener Titel in einem Fonds erfolgt eine Risikostreuung oder Diversifikation. Genauer bedeutet dies, wenn ein Fonds beispielsweise Aktien und Obligationen beinhaltet, können Obligationen mit einer guten Performance, schlecht laufende Aktien kompensieren oder gar eine Mehrrendite erwirtschaften. Fondsanbieter klassifizieren oft das Risiko eines Fonds im Factsheet mit einer eigenen Bewertungsskala. Dabei gilt wieder je mehr Risiko, desto mehr Verlust oder Gewinn.

Das Investieren in Fonds bietet Privatinvestoren einen einfachen Zugang zur Börse. Fonds ermöglichen privaten Investoren mit verhältnismässig kleinen Beträgen in Wertschriften zu investieren. Somit haben kleine Anleger die gleichen Chancen wie die Grossen.

Der grösste Nachteil von aktiv verwalteten Fonds sind die anfallenden Gebühren. Bei jedem aktiven Fonds gibt es Verwaltungsgebühren zulasten des Investors. Diese können je nach Fonds mehrere Prozent betragen. Ausserdem kommen Kauf-, Verkaufs – und Depotgebühren der Banken hinzu. Das Total aus diesen Gebühren (Total Expense Ratio, TER) kann somit weit über zwei Prozent pro Jahr sein. Investoren sollten sich diese Gebühren stets vor Augen halten, denn bei mehr als zwei Prozent Gebühren, muss der Fonds erst um diese Prozentzahl ansteigen, bevor man etwas verdient. Darum weisen nur die wenigsten Fonds eine positive Performance aus, und die wenigsten Fondsmanager sind besser als der entsprechende Referenzindex.

Aus diesem Grund wurden passsiv verwaltete Fonds wie Exchange Traded Funds in den letzten Jahren immer beliebter.

(Fotsetzung folgt: Indexfonds und ETF)

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Eine breite Palette an Gebühren

Der Markt der strukturierten Produkte war aufgrund des Konkurses der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 in besonders von der Finanzkrise betroffen. Mit Lehman fiel einer der weltweit wichtigsten Emittenten strukturierter Produkte aus. Entsprechend gerieten diese Vehikel bzw. deren Vertrieb in den Fokus von Regulierungsbestrebungen. In vielen Fällen handelte es sich bei den betroffenen Lehman-Produkten um sogenannte kapitalgeschützte Produkte. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz zeitweiligen Schwankungen am Ende der Laufzeit die Rückzahlung des vom Anleger einbezahlten Kapitals garantieren. Dass mit dieser «Rückzahlungsgarantie» indessen ein Emittentenrisiko verbunden ist, war vor dem Lehman-Konkurs zwar gemeinhin bekannt, doch wurde die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ausfalls regelmässig unterschätzt.

Finma auf Lehmans Spuren

Auch in der Schweiz hielten zahlreiche Privatkunden kapitalgeschützte Lehman-Produkte in ihren Depots und erlitten darauf annähernd einen Totalverlust, sofern ihnen ihre Hausbank nicht aus Kulanzgründen den erlittenen Schaden oder Teile davon ersetzte. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma (damals EBK) führte Ende 2008 eine umfangreiche Untersuchung der Problematik durch. Analysiert wurde, ob beim Vertrieb der Lehman-Produkte die aufsichtsrechtlichen Vorgaben eingehalten wurden und ob diese allenfalls angepasst werden müssen.

Gegenwärtig präsentiert sich der aufsichtsrechtliche Rahmen wie folgt: Für strukturierte Produkte existiert kein eigener bundesrechtlicher Erlass. Die einzige spezialgesetzliche Erfassung der Produkte findet sich in zwei Artikeln in der Gesetzgebung zu den kollektiven Kapitalanlagen: Art. 5 des Kollektivanlagengesetzes und Art. 4 der Kollektivanlagenverordnung definieren Anforderungen an Emittenten und Vertriebsträger von strukturierten Produkten sowie an den vereinfachten Prospekt.

Eine wichtige Auslegungshilfe zu diesen Bestimmungen stellen die auf der Homepage der Finma publizierten häufig gestellten Fragen (FAQ) zu strukturierten Produkten dar. Neben den spezifischen Bestimmungen im Kollektivanlagenrecht bestehen etliche gesetzliche und quasi-gesetzliche Rechtsgrundlagen, die auch beim Umgang mit strukturierten Produkten zu beachten sind. Dazu gehören Bestimmungen des Obligationenrechts und sofern die betreffenden Produkte kotiert sind des Börsengesetzes. Schliesslich statuieren verschiedene von der Finma als Mindeststandard anerkannte Regelwerke der Schweizer Bankiervereinigung quasi-gesetzliche Pflichten, welche die betroffenen Banken im Zusammenhang mit strukturierten Produkten zu beachten haben.

Die Ergebnisse der Finma-Untersuchung wurden im März 2010 präsentiert. Eine Schwachstelle wurde insbesondere darin geortet, dass der von Gesetzes wegen erforderliche vereinfachte Prospekt in der Anlageberatung praktisch keine Rolle spiele. Ein solcher Prospekt ist nach Gesetzeswortlaut nämlich erst ab dem Zeitpunkt der Emission des Produktes erforderlich. Jedoch spielten sich die Verkäufe der Produkte fast ausschliesslich im Primärmarkt ab also in der Zeit nach dem öffentlichen Angebot, aber vor der Emission eines Produkts. Als unmittelbare Reaktion auf diesen Missstand passte die Finma ihre FAQ dahingehend an, dass bei Verkäufen in jener Zeitspanne seither auf indikativen Termsheets oder anderen Unterlagen angemessene Informationen zu den Eckdaten des strukturierten Produkts angegeben werden müssen.

Eine grundsätzlichere Erkenntnis aus der Untersuchung besteht für die Finma darin, dass das Risikobewusstsein der Anleger künftig zu stärken sei, vorab durch geeignete Risikoaufklärung seitens der Finanzintermediäre. Generell müsse der Anlegerschutz im Vergleich zum heutigen Recht verbessert werden. Dieser Problematik haben sich derweil mehrere Banken mittels Investment-Suitability-Projekten angenommen: Um Reputations- und Rechtsrisiken der Anlageberatung zu verringern, werden die Beratungsprozesse neu und einheitlich strukturiert, wobei besonders der Kundenprofilierung (Risikoneigung und -fähigkeit, Wissensstand und Erfahrung) und der Abstimmung des Produkteverkaufs auf das Kundenprofil eine hohe Bedeutung zukommt. Mit dem Ziel der Sicherstellung eines einheitlichen Standards lancierte die Finma das Projekt «Vertriebsregeln». Noch in diesem Jahr will sie damit in Bezug auf sämtliche Arten von Retail-Finanzprodukten (Anlagefonds, strukturierte Produkte, Versicherungsprodukte) «finanzmarktübergreifend und unter Berücksichtigung des europäischen Rechts» den jeweiligen Regulierungsbedarf klären.

Die europäische Rechtsentwicklung dürfte die schweizerische Stossrichtung bereits vorwegnehmen: Nebst den schon gegenwärtig im Vergleich mit der Schweiz insgesamt strengeren Anforderungen an den Vertrieb von Finanzprodukten an Retail-Kunden wird dort zusätzlich primär eine Vereinheitlichung der Bestimmungen über Informationspflichten und Vertriebspraktiken angestrebt. Diese unterscheiden sich nicht nur zwischen den verschiedenen Jurisdiktionen im EWR, sondern sind auch je nach Produktart oder Vertriebsträger unterschiedlich ausgestaltet.

Einheitlicher und strenger

Vor diesem Hintergrund ist damit zu rechnen, dass die vom schweizerischen Regulator beabsichtigten Anpassungen einerseits auf eine Vereinheitlichung der regulatorischen Anforderungen an den Vertrieb von Anlagefonds, strukturierten Produkten und Versicherungsprodukten abzielen werden und dass diese Anforderungen andererseits insgesamt strenger sein werden, als dies gegenwärtig der Fall ist. So könnten etwa die inhaltlichen Anforderungen an die Aufklärungspflicht gegenüber Kleinanlegern in wesentlichem Masse konkretisiert und standardisiert werden. Aber der Tatbeweis, dass zusätzliche Pflichten für Emittenten und Verkäufer strukturierter Produkte in der praktischen Umsetzung tatsächlich einen besseren Anlegerschutz bewirken, wird noch erbracht werden müssen. Spätestens in der nächsten Krise.

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Das Pokern mit Aktien

Das wohl bekannteste aller Wertpapiere ist die Aktie. So mancher wurde durch sie reich und noch viel mehr Anleger verloren alles. Doch was ist die richtige Aktienstrategie? Mit der richtigen Antwort auf diese Frage liesse sich wohl mehr Geld verdienen als mit Aktien selbst, denn nebst zahlreichen bekannten Strategien bleibt das hohe Risiko, wenn in Aktien investiert wird.

Die wohl Nützlichste aller Grundstrategien habe ich jedoch in diesem Blog schon ein paar Mal erwähnt. Das Stichwort ist Diversifikation. Diversifikation schütz vor enormen einbussen, schmälert jedoch den Gewinn. Jedoch heisst die einzige Strategie, wenn nicht alles Geld auf einmal verloren werden will: „Setze nie alle Eier in den selben Korb!“

Im laufe der Börsengeschichte haben sich jedoch einige Strategien immigriert, von denen ich ein paar erläutern möchte.

Fundamentalanalyse

Bei der Fundamentalanalyse ist die Strategie, den wahren Wert eines Unternehmens zu evaluieren. Da durch Börsenspekulation die Werte von Aktien einzelner Unternehmen über- und unterbewertet werden können, reflektiert der Kurs einer jeweiligen Aktie nicht den realen Wert der eigentlichen Firma. Um den wahren Wert einer Firma zu ermitteln, sind jedoch zahlreiche Analysen notwendig. Und auch hier gibt es dafür nicht ein Schema welches angewandt werden kann, sonder lediglich Wegweiser, denen man folgen kann. Hat man jedoch den Wert der Firma ermittelt, kann dieser mit dem aktuellen Börsenkurs verglichen werden. Liegt der Wert einer Aktie nun unter dem Börsenwert ist diese Aktie unterbewertet und eine Investition hat gute Chance zu rentieren. Ist die Aktie jedoch überbewertet, sollte die Investition in diese Aktien genau bedacht werden. Es ist grundsätzlich jedoch nicht falsch, in eine überbewertete Aktie zu investieren, denn auch diese können ihren Kurswert weiterhin steigern.

Value Strategie
Bei der Value Strategie setzt der Investor vor allem auf unterbewertete Unternehmen mit Substanz. Solche Unternehmen haben sich bereits am Markt etabliert und in der Vergangenheit solide Gewinne erwirtschaftet. Somit werden für diese Art der Analyse historische Werte einbezogen.

Growth Strategie
Die Growth Strategie konzentriert sich auf Unternehmen, welche über gute Erfolgsausichten verfügen. Meist handelt es sich dabei um ein Startup Unternehmen welche aktuelle Trends anbieten. Solche Strategien konnten in der Vergangenheit gut Gewinne erwirtschaftet. Als die Ölreserven beispielsweise knapp wurden und die Nachfrage nach alternativer Energie grösser wurde, konnte viel Geld verdient werden, indem in Aktien von Solartechnik-Firmen investiert wurde. Die Kehrseit der Medaille ist jedoch, dass so Blasen entstehen können. Denn ein Trend kann auch eine ganze Branche sein. So kam es, dass um die Jahrtausend wende in IT-Unternehmen investiert wurde, ohne deren Hintergrund zu kennen. Die Folge, als diese Blase platzte, war dementsprechend gravierend.

Exkurs: Eine weitere Grundregel besagt: „Investiere nie in etwas, dass du nicht kennst.“

Fazit
Wer in Aktien investiert, muss sich bewusst sein, dass er in einen höchst spekulativen Markt eintritt. Zum Beispiel haben die wenigsten aktiv gemanagten Fonds höhere Performance als der Index. Ein privater Anleger sollte sich somit vor Augen halten, wie gut er in der Lage ist zu performen, wenn selbst ein Profi im Durchschnitt nicht besser performt als der Index. Mein Tipp für private Anleger ist deshalb in ETFs – welche den Index möglichst exakt versuchen abzubilden – oder Fonds zu investieren.

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